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Funktion

Kieferschmerzen und Zähneknirschen (CMD)

Kieferknacken, verspannte Kaumuskeln oder Kopfschmerzen am Morgen können auf eine Funktionsstörung des Kausystems hinweisen. Wir untersuchen mögliche Ursachen sorgfältig und behandeln sie häufig mit einer individuell angepassten Schiene.

Untersuchung des Kiefergelenks

Worum es geht

Kiefergelenke, Kaumuskeln und Zähne bilden ein fein abgestimmtes System. Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, etwa durch nächtliches Knirschen, einen veränderten Biss oder Stress, können Kopf- und Nackenschmerzen, Ohrgeräusche, Schwindel oder abgeriebene Zähne auftreten. Der Fachbegriff dafür lautet craniomandibuläre Dysfunktion (CMD).

Wir untersuchen Kiefergelenke, Muskulatur und Biss und analysieren bei Bedarf Ihre Kaubewegungen. Häufig entlastet eine individuell gefertigte Aufbissschiene: Sie schützt die Zähne vor weiterem Abrieb und hilft der Muskulatur, sich zu entspannen. Bei Bedarf beziehen wir Physiotherapie in die Behandlung ein. Vor neuem Zahnersatz prüfen wir außerdem, ob der Biss stabil ist.

Wann sie sinnvoll ist

Knacken oder Reiben im Kiefergelenk beim Kauen oder Gähnen
Verspannte oder schmerzende Kaumuskeln, besonders morgens
Kopfschmerzen, Nackenschmerzen oder Ohrgeräusche ohne erkennbare Ursache
Abgeriebene Kanten oder Risse im Zahnschmelz
Der Mund lässt sich nicht mehr weit öffnen
Ihr Partner hört Sie nachts knirschen

Regelmäßiges Knirschen kann Zahnschmelz abtragen und die Muskulatur belasten. Wenn Sie Beschwerden haben oder Veränderungen an den Zähnen bemerken, sollten wir die Ursache deshalb frühzeitig untersuchen.

Ablauf der Behandlung

Von der Untersuchung bis zur eingesetzten Schiene vergehen in der Regel zwei bis drei Wochen.

01

Befund und Beratung

Wir tasten Kiefergelenke und Muskulatur ab, prüfen die Mundöffnung und den Biss und achten auf Abriebspuren. Nach etwa 30 Minuten können wir meist einschätzen, ob eine Funktionsstörung vorliegt und welche Behandlung sinnvoll ist.

02

Behandlung

Wir scannen Ihre Zähne digital und fertigen in unserem eigenen Labor eine Aufbissschiene an. Nach ein bis zwei Wochen setzen wir die Schiene ein und stimmen sie genau auf Ihren Biss ab. Eine Betäubung ist dafür nicht nötig. Ergänzend können Physiotherapie, Wärme und Übungen helfen.

03

Nachsorge

Nach vier Wochen kontrollieren wir Sitz und Wirkung und justieren die Schiene nach. Danach prüfen wir sie bei jeder Vorsorge; bei Abnutzung wird sie erneuert.

Ihre Vorteile

Die Ursache wird behandelt, nicht nur das Symptom
Zähne sind vor weiterem Abrieb geschützt – Substanz bleibt erhalten
Schiene aus dem eigenen Labor, präzise auf Ihren Biss abgestimmt
Zusammenarbeit mit Physiotherapie, wenn die Muskulatur beteiligt ist
Stabiler Biss als Grundlage, bevor neuer Zahnersatz entsteht

Kosten und Erstattung

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt in der Regel eine einfache Aufbissschiene bei Knirschen. Eine ausführliche Funktionsanalyse und adjustierte Schienen gehen darüber hinaus und werden nach GOZ privat berechnet. Sie erhalten vorher einen schriftlichen Kostenplan.

Häufige Fragen

Tut die Untersuchung oder die Schiene weh?

Nein. Bei der Untersuchung tasten wir die Muskulatur ab und prüfen die Beweglichkeit. Die Schiene wird ohne Eingriff angepasst. In den ersten Nächten kann sie sich ungewohnt anfühlen. Die meisten Menschen gewöhnen sich innerhalb einer Woche daran.

Wie lange muss ich die Schiene tragen?

Meist nachts, solange Sie knirschen. Beschwerden lassen oft innerhalb weniger Wochen nach. Die Schiene selbst hält je nach Abrieb mehrere Jahre und wird dann erneuert.

Hilft die Schiene auch gegen Kopfschmerzen?

Wenn die Kopfschmerzen durch die Kaumuskulatur ausgelöst werden, kann eine Schiene helfen. Ob das bei Ihnen der Fall ist, zeigt die Untersuchung. Hinweise auf andere Ursachen klären wir bei Bedarf gemeinsam mit Ihrem Hausarzt ab.

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