Kiefergelenke, Kaumuskeln und Zähne bilden ein fein abgestimmtes System. Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, etwa durch nächtliches Knirschen, einen veränderten Biss oder Stress, können Kopf- und Nackenschmerzen, Ohrgeräusche, Schwindel oder abgeriebene Zähne auftreten. Der Fachbegriff dafür lautet craniomandibuläre Dysfunktion (CMD).
Wir untersuchen Kiefergelenke, Muskulatur und Biss und analysieren bei Bedarf Ihre Kaubewegungen. Häufig entlastet eine individuell gefertigte Aufbissschiene: Sie schützt die Zähne vor weiterem Abrieb und hilft der Muskulatur, sich zu entspannen. Bei Bedarf beziehen wir Physiotherapie in die Behandlung ein. Vor neuem Zahnersatz prüfen wir außerdem, ob der Biss stabil ist.
Regelmäßiges Knirschen kann Zahnschmelz abtragen und die Muskulatur belasten. Wenn Sie Beschwerden haben oder Veränderungen an den Zähnen bemerken, sollten wir die Ursache deshalb frühzeitig untersuchen.
Von der Untersuchung bis zur eingesetzten Schiene vergehen in der Regel zwei bis drei Wochen.
Wir tasten Kiefergelenke und Muskulatur ab, prüfen die Mundöffnung und den Biss und achten auf Abriebspuren. Nach etwa 30 Minuten können wir meist einschätzen, ob eine Funktionsstörung vorliegt und welche Behandlung sinnvoll ist.
Wir scannen Ihre Zähne digital und fertigen in unserem eigenen Labor eine Aufbissschiene an. Nach ein bis zwei Wochen setzen wir die Schiene ein und stimmen sie genau auf Ihren Biss ab. Eine Betäubung ist dafür nicht nötig. Ergänzend können Physiotherapie, Wärme und Übungen helfen.
Nach vier Wochen kontrollieren wir Sitz und Wirkung und justieren die Schiene nach. Danach prüfen wir sie bei jeder Vorsorge; bei Abnutzung wird sie erneuert.
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt in der Regel eine einfache Aufbissschiene bei Knirschen. Eine ausführliche Funktionsanalyse und adjustierte Schienen gehen darüber hinaus und werden nach GOZ privat berechnet. Sie erhalten vorher einen schriftlichen Kostenplan.
Nein. Bei der Untersuchung tasten wir die Muskulatur ab und prüfen die Beweglichkeit. Die Schiene wird ohne Eingriff angepasst. In den ersten Nächten kann sie sich ungewohnt anfühlen. Die meisten Menschen gewöhnen sich innerhalb einer Woche daran.
Meist nachts, solange Sie knirschen. Beschwerden lassen oft innerhalb weniger Wochen nach. Die Schiene selbst hält je nach Abrieb mehrere Jahre und wird dann erneuert.
Wenn die Kopfschmerzen durch die Kaumuskulatur ausgelöst werden, kann eine Schiene helfen. Ob das bei Ihnen der Fall ist, zeigt die Untersuchung. Hinweise auf andere Ursachen klären wir bei Bedarf gemeinsam mit Ihrem Hausarzt ab.