Karies entsteht, wenn Bakterien im Zahnbelag Zucker in Säure umwandeln. Diese Säure entzieht dem Zahnschmelz Mineralien. Zunächst bleibt die Veränderung oft unsichtbar, später kann daraus ein Fleck oder ein Loch entstehen. Schmerzen treten häufig erst auf, wenn der Defekt bereits größer ist.
Unter dem OP-Mikroskop erkennen wir mit bis zu 25-facher Vergrößerung frühe Veränderungen am Zahnschmelz und feine Risse, die auf einem Röntgenbild nicht immer sichtbar sind. So können wir gezielt behandeln und gesunde Zahnsubstanz möglichst erhalten. Oberflächliche Karies entfernen wir mit einem feinen Sandstrahl. Sehr frühe Stellen können wir mit Fluorid stärken. Für größere Defekte kommen eine zahnfarbene Füllung oder ein Inlay aus unserem Labor infrage.
Karies entwickelt sich im Zahn weiter. Eine frühe Behandlung kann helfen, den Eingriff klein zu halten und eine spätere Wurzelbehandlung oder Krone zu vermeiden.
Eine Füllung erledigen wir in der Regel in einer Sitzung von 30 bis 60 Minuten.
Wir untersuchen den Zahn unter dem Mikroskop und mit der Intraoralkamera, bei Bedarf ergänzt durch ein Röntgenbild. Den Befund zeigen wir Ihnen am Bildschirm. Nach etwa 15 Minuten kennen Sie die möglichen Behandlungswege.
Falls nötig, betäuben wir den Zahn, bevor wir mit der Behandlung beginnen. Oberflächliche Karies entfernen wir mit einem feinen Sandstrahl, tiefere Stellen mit präzisen Instrumenten unter Vergrößerung. Eine Kompositfüllung bauen wir Schicht für Schicht auf. Für ein Inlay scannen wir den Zahn digital und setzen die fertige Versorgung bei einem zweiten Termin ein.
Die Füllung ist sofort belastbar; nach einer Betäubung warten Sie mit dem Essen, bis das Gefühl zurück ist. Die Kontrolle erfolgt bei der nächsten Vorsorge in sechs Monaten.
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt Füllungen in der Regelversorgung, im Seitenzahnbereich einfache Kompositfüllungen. Hochwertige Mehrschichtfüllungen und Keramik-Inlays sind Privatleistungen nach GOZ, bei denen die Kasse einen Anteil beisteuert. Sie erhalten vorher einen schriftlichen Kostenplan.
In der Regel ist die Behandlung gut auszuhalten. Wenn eine Betäubung nötig ist, tragen wir vor dem Einstich ein Gel auf. Bei sehr oberflächlicher Karies, die wir mit dem Sandstrahl behandeln, kann häufig ganz auf eine Betäubung verzichtet werden.
Kompositfüllungen halten je nach Größe und Pflege meist viele Jahre, Keramik-Inlays oft deutlich länger. Entscheidend sind Zahnpflege und regelmäßige Kontrolle, bei der wir Ränder und Dichtigkeit prüfen.
Kleine und mittlere Defekte lassen sich meist direkt mit Komposit versorgen. Bei größeren Defekten im Seitenzahnbereich kann ein Keramik-Inlay stabiler und passgenauer sein. Welche Lösung sinnvoll ist, zeigen wir Ihnen anhand Ihres Befunds.