Milchzähne erfüllen eine wichtige Aufgabe. Geht ein Milchzahn zu früh verloren, können die Nachbarzähne in die Lücke wandern und dem bleibenden Zahn später den Platz nehmen. Auch Karies an einem Milchzahn sollte früh behandelt werden, damit Schmerzen und weitere Schäden möglichst vermieden werden.
Unser erstes Ziel ist, Milchzähne bis zum natürlichen Zahnwechsel zu erhalten. Wir beginnen mit Früherkennung und Prophylaxe, erklären jeden Schritt kindgerecht und üben gemeinsam das Zähneputzen. Muss ein Zahn behandelt werden, nutzen wir je nach Befund Klebetechniken, Milchzahnkronen oder einen feinen Sandstrahl zur Kariesentfernung. Außerdem achten wir auf Zungenlage, Schluckmuster und Gewohnheiten wie Daumenlutschen, die das Kieferwachstum beeinflussen können.
Karies an Milchzähnen kann sich schnell ausbreiten und den bleibenden Zahn darunter beeinträchtigen. Je früher wir einen betroffenen Zahn ansehen, desto kleiner kann die notwendige Behandlung häufig bleiben.
Für den ersten Termin planen wir etwa 20 Minuten ein. Dabei geht es vor allem darum, dass Ihr Kind uns und die Praxis in Ruhe kennenlernt.
Ihr Kind darf Behandlungsstuhl, Spiegel und Licht zunächst kennenlernen. Wir schauen uns die Zähne an, prüfen den Zahnwechsel und sprechen mit Ihnen über Ernährung, Fluorid und die passende Putztechnik. Dafür reichen meist etwa 20 Minuten.
Ist ein Zahn betroffen, können wir oberflächliche Karies häufig mit einem feinen Sandstrahl entfernen — ohne Bohrer und meist ohne Betäubung. Tiefere Defekte versorgen wir in kurzen Sitzungen von 20 bis 30 Minuten mit einer Füllung oder Milchzahnkrone. Für sehr ängstliche Kinder ist ab vier Jahren eine Behandlung mit Lachgas möglich.
Sie bekommen Empfehlungen für zu Hause, bei Bedarf eine Fluoridierung oder eine Versiegelung der Backenzähne. Die nächste Kontrolle ist je nach Alter in drei bis sechs Monaten.
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Früherkennungsuntersuchungen ab dem sechsten Lebensmonat und die Individualprophylaxe mit Fluoridierung von sechs bis 18 Jahren zweimal jährlich. Füllungen sind Kassenleistung; für bestimmte Materialien oder Lachgas fallen private Anteile nach GOZ an. Sie erhalten vorher einen schriftlichen Kostenplan.
Die Sandstrahltechnik kommt ohne Bohren und meist ohne Betäubung aus. Falls eine Betäubung nötig ist, tragen wir vorher ein Gel auf, damit der Einstich möglichst wenig zu spüren ist. Ihr Kind kann jederzeit ein Zeichen geben, wenn es eine Pause braucht.
Erklären Sie Ihrem Kind in einfachen Worten, dass wir die Zähne anschauen und zählen. Begriffe wie Spritze oder Bohrer und Schilderungen eigener Ängste verunsichern Kinder oft unnötig. Bitte bringen Sie die Versichertenkarte und das gelbe Untersuchungsheft mit.
Ja, denn Karies stoppt nicht von selbst. Sie kann Schmerzen verursachen und den bleibenden Zahn darunter beeinträchtigen. Je früher wir behandeln, desto kleiner ist der Eingriff häufig. Manchmal genügen bereits eine Versiegelung oder eine kleine Füllung.