Zahnfleischbluten beim Putzen kann ein erstes Warnzeichen sein. Bakterien im Belag entzünden zunächst das Zahnfleisch und können später auch den Kieferknochen angreifen. Da dieser Prozess oft nicht wehtut, wird er leicht übersehen. Parodontitis steht außerdem in Zusammenhang mit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Wir messen die Zahnfleischtaschen und entfernen Beläge sowie harte Ablagerungen unter dem Zahnfleischrand schonend mit Ultraschall. Ein feiner Pulverstrahl ergänzt die Reinigung, bei Bedarf kommen Laser oder Hyaluronsäure hinzu. Ebenso wichtig wie die Behandlung ist die Nachsorge: In regelmäßigen Abständen kontrollieren und reinigen wir die Taschen erneut. So lässt sich die Entzündung möglichst dauerhaft beruhigen.
Ohne Behandlung kann der Knochenabbau weiter fortschreiten. Bereits verlorener Knochen lässt sich nur begrenzt wiederherstellen. Eine frühe Behandlung verbessert deshalb die Chance, die betroffenen Zähne zu erhalten.
Die Behandlung erstreckt sich über mehrere Termine und geht in eine dauerhafte Nachsorge über.
Wir messen die Tiefe der Zahnfleischtaschen an jedem Zahn, prüfen mögliche Lockerungen und werten vorhandene Röntgenbilder aus. Nach etwa 30 Minuten wissen Sie, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist und welche Behandlung wir empfehlen.
Nach einer Vorreinigung entfernen wir die Beläge in den Zahnfleischtaschen unter örtlicher Betäubung mit Ultraschall. Dafür planen wir meist zwei Sitzungen von jeweils etwa 60 Minuten für Ober- und Unterkiefer. Bei besonders tiefen Taschen kann eine ergänzende Behandlung mit Laser oder Hyaluronsäure sinnvoll sein.
Nach etwa drei Monaten messen wir erneut. Danach begleiten wir Sie in der unterstützenden Parodontitistherapie alle drei bis sechs Monate – die Kasse übernimmt sie für zwei Jahre.
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt nach Genehmigung die systematische Parodontitisbehandlung einschließlich der Nachsorge über zwei Jahre. Ergänzende Verfahren wie Laser oder lokale Wirkstoffe sowie die professionelle Zahnreinigung sind Privatleistungen nach GOZ. Sie erhalten vorher einen schriftlichen Kostenplan.
Die Reinigung der Zahnfleischtaschen erfolgt unter örtlicher Betäubung und ist in der Regel gut auszuhalten. Danach können die Zahnhälse einige Tage empfindlich reagieren. Meist klingt diese Empfindlichkeit von selbst wieder ab.
Die Entzündung lässt sich stoppen und dauerhaft ruhig halten; bereits verlorener Knochen kommt jedoch nur begrenzt zurück. Deshalb ist die regelmäßige Nachsorge so wichtig wie die Behandlung selbst.
Je nach Befund empfehlen wir einen Termin alle drei bis sechs Monate. Dabei messen wir die Zahnfleischtaschen erneut und reinigen die betroffenen Bereiche. Eine zuverlässige Nachsorge verbessert die Chance, das Behandlungsergebnis langfristig zu erhalten.